UniNEtZ

Das Projekt UniNEtZ – Universitäten und Nachhaltige Entwicklungsziele ist ein Zusammenschluss von etwa 400 Wissenschaftler*innen und Künstler*innen von 17  Partnerinstitutionen. Ziel ist es, Optionen auszuarbeiten, wie  die UN Sustainable Development Goals (SDGs) in einem österreichischen Kontext umgesetzt werden können. Im  Zeitraum 2019-2021 wird dafür an einem Optionenbericht gearbeitet, der die Bundesregierung in der Umsetzung der SDGs unterstützen soll. Dabei vereint UniNEtZ ein breites Spektrum an Expertise aus  Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften, Technik, Kunst und Musik. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass die SDGs in vielfacher Weise miteinander verbunden sind und nur auf  inter- und transdisziplinäre Weise umgesetzt werden können. Mittel- bis langfristig zielt das Projekt ebenfalls darauf ab, Nachhaltigkeit in Lehre und Forschung zu verankern sowie die Kooperationen zwischen den Universitäten zu stärken. Der im März 2020 vorgestellte Perspektivenbericht gibt einen Einblick in bisher erfolgten Arbeiten. Außerdem wurde das Projekt 2020 in der Kategorie “Strukturelle Vernetzung” mit dem Sustainability Award ausgezeichnet.

Für 2021 wird zudem angestrebt, noch mehr Synergien zwischen UniNEtZ und dem Projekt Arts of Change – Change of Arts zu schaffen

Unsere Rolle im Projekt UniNEtZ

Von Beginn an war bei UniNEtZ die Einbindung von und die Zusammenarbeit mit Studierenden eines der zentralen Anliegen der Projektverantwortlichen. Als österreichweit agierender studentischer Verein übernehmen wir eine Brückenfunktion zwischen Studierenden und  weiteren Universitätsangehörigen ein. Beispielsweise informieren wir Studierende über den Hintergrund von UniNEtZ und nutzen dafür neben Veranstaltungen insbesondere auch unsere Social-Media-Kanäle oder stellen das Projekt im Rahmen von Lehrveranstaltungen vor. Dabei zeigen wir Möglichkeiten auf, wie sich Student*innen verschiedenster Fachbreiche  einbringen können und stellen bei Interesse den Kontakt zu UniNEtZ-Mitwirkenden her. Somit sehen wir  uns als Bindeglied zwischen Studierenden und Lehrenden. Zudem vertreten wir die Interessen der Studierenden im so genannten SDG-Gremium und im UniNEtZ-Rat. Damit bringen wir uns konkret in die Ausarbeitung der Optionen ein, wie die SDGs in Österreich umgesetzt werden können. Formal ist die Zusammenarbeit von forum n mit UniNEtZ über einen Kooperationsvertrag geregelt.

Mach’s Dir Selbst. Eine nachhaltige Zukunft!

Unter dem Motto Mach’s Dir Selbst. Eine nachhaltige Zukunft!” haben wir eine Veranstaltungsreihe gestartet, um an mehreren UniNEtZ-Universitäten Studierende auf das Projekt aufmerksam zu machen und auf Möglichkeiten zum Mitmachen hinzuweisen. So können Student*innen nicht nur ihre Abschlussarbeiten im Kontext von UniNEtZ verfassen, sondern auch in einer oder mehrerer SDG-Arbeitsgruppen bzw. in der AG Methoden und/oder AG Dialog mitwirken. Erste Veranstaltungen wurden im Wintersemester 2019/20 in Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt durchgeführt. Weitere waren für das Sommersemester 2020 geplant – aufgrund der COVID-19 mussten diese jedoch abgesagt werden. Flyer im Postkartenformat, die Studierende auf UniNEtZ aufmerksam machen sollen, warten ebenfalls noch auf ihre Verteilung

Sammelband studentischer Abschlussarbeiten 

Die Einbindung Studierender in das UniNEtZ-Projekt war und ist seit Projektbeginn Anliegen von forum n. Denn nicht nur ist es von Relevanz, dass die Sustainable Development Goals (SDGs) in Österreich wissenschaftlich fundiert und der österreichischen Regierung daraus induzierte Handlungsempfehlungen in Form des Optionenberichts (s.o.) vorgelegt werden – das sind die Hauptziele des UniNEtZ-Projektes, sondern es ist insbesondere wichtig, dass Studierende als Gestalter*innen eines gesellschaftlichen Wandels aktiv miteinbezogen werden. So kann ein Lernumfeld gestaltet werden, dass die Selbstwirksamkeit und intrinsische Motivation fördert. Dass Studierende verschiedenster Studienrichtungen sich in ihren Abschlussarbeiten auf Bachelor-, Master- und Doktoratsniveau mit den Inhalten der SDGs beschäftigen und dies auch in die Arbeitsgruppen des Uninetz einbringen, zeigt zum einen das Engagement und Interesse der Studierenden für diese Themen, aber zum anderen auch, dass die SDGs in der universitären Lehre ankommen. Durch die Sammlung dieser Abschlussarbeiten in Form kurzer Beiträge soll dies exemplarisch dargestellt werden – die Veröffentlichung der Beiträge gilt zudem als ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Studierenden. Die Präsentation des Sammelbandes findet bei der UniNEtZ-Abschlussveranstaltung im November 2021 statt, an welcher der Optionenbericht offiziell den Vertreter*innen der Regierung übergeben wird.


Projekt-Call “Leave No One Behind” (LNOB)

Das Jahr 2021 beginnt mit dem einem Ruf nach neuen Ideen, im Sinne des leave no one behind Grundgedanken. Es geht konkreter darum Studierende dazu zu animieren, Ideen zu formulieren und Projekte zu starten, die sich im Sinne der Third Mission, Dialog mit der Zivilgesellschaft führen. Thematisch relevant sind alle bereichen, wo jemand zurück gelassen oder ausgegrenzt werden könnte. Am 26. Februar 2021 findet der virtuelle Thinkathon statt wo Fachinput aufgenommen, Ideen entwickelt, und Teams gefunden werden können. Nachdem erste Ideen formuliert wurden können diese in der Projektschmiede in Projekte im April umgewandelt werden. Im Mai beginnt die Umsetzung der Projekte, welche durch Coaching und finanzielle Mittel von bis zu 1.000€ unterstützt werden können. Da sich der Projekt-Call gerade in der Ideenfindungsphase befindet, sind die Ergebnisse dazu noch offen.

 

Die wichtigsten Infos zum Projekt UniNEtZ im Überblick

Projektname: UniNEtZ – Universitäten und nachhaltige Entwicklungsziele

Laufzeit: 01/2019 – 12/2021

Ziel: Erstellung eines Optionenberichts zur Umsetzung der SDGs in Österreich, Implementierung von Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre, Stärkung der universitätsübergreifenden Kooperation

Unsere Rolle: Bindeglied zwischen Studierenden und Lehrenden, Bekanntmachung des Projekts unter Studierenden, Vertretung studentischer Anliegen/Sichtweisen in UniNEtZ-Gremien, lancieren von spezifischen Studierenden-Projekten im Kontext der SDGs u.ä.m.

Mehr dazu unter:

www.uninetz.at
www.instagram.com/uninetz
www.facebook.com/uninetz
www.openscience4sustainability.at/interview-verein-forum-n-und-uninetz
doi.org/10.14512/gaia.28.2.17
iopscience.iop.org/article/10.1088/1755-1315/323/1/012156